Sinnvoll streiten

Konflikte lösen mit Mediation und Konfliktberatung

Streit, Konflikt, Auseinandersetzung – oft ein Ausdruck unterschiedlicher Ansichten, Lebensauffassungen oder Wertvorstellungen.  Etwas ganz Alltägliches also, mit dem wir in der Regel gut umzugehen wissen.

Beeinflussen Konflikte jedoch unser Leben, schränken sie uns ein oder machen uns sogar krank, dann ist es Zeit für einen Weg raus aus dem Konflikt. Gerne begleite ich Sie auf diesem Weg.

In der Konfliktberatung unterstütze ich Sie dabei, Ihren Konflikt aus einem anderen, möglichst objektiven Blickwinkel zu betrachten und so mögliche Lösungen zu finden. Hier geht es um Sie, Ihre Wahrnehmung und mögliche Wege für Sie. Die andere Konfliktpartei wird in der Konfliktberatung nicht beteiligt.

In der Mediation unterstütze ich die Konfliktparteien dabei, gemeinsam eine Lösung für den Konflikt zu finden. Das Besondere an dieser Lösung? Es ist Ihre. Kein Schiedsspruch, keine richterliche Entscheidung, sondern Ihre Lösung, auf die Sie und Ihre Konfliktpartei direkten Einfluss haben und die unbedingt abhängig ist von Ihrem Einverständnis.

Wenn Sie das Thema interessiert, Sie einen Konflikt haben, den Sie lösen möchten, dann schauen Sie sich auf meiner Website um. Und wenn Sie sich vorstellen können, dass ich Sie bei Ihrer Konfliktlösung unterstützen kann, dann nehmen Sie Kontakt zu mir auf. Ich bin gerne für Sie da.

Konfliktberatung: den Konflikt mit anderen Augen sehen

Der Konflikt ist da. Und irgendwie ist Ihnen klar, dass Sie Teil dieses Konfliktes sind – und damit Teil der Lösung werden könnten.

Gemeinsam schauen wir uns Ihren Konflikt an, versuchen, Ihren Blickwinkel zu ändern und Ihnen damit einen objektiven Blick auf diesen Konflikt zu ermöglichen. Mit dem Ziel, dass Sie Lösungen finden können, die Ihren Möglichkeiten entsprechen. So werden Sie zu Ihrem Konfliktlöser.

Damit das gelingt, höre ich Ihnen zuerst aufmerksam zu. Und frage nach. Klar ist, dass das unangenehm ist, dass wir Dinge aufwühlen, die Sie vielleicht nicht aufwühlen wollten.

Das Ergebnis mag dann jedoch für sich sprechen: Sie erlangen Klarheit. Diese Klarheit gibt den Weg frei für mögliche Lösungen, die Sie veranlassen können.

Vermutlich werden Sie überrascht sein, wie sich Ihre veränderte Wahrnehmung auf Ihren Konflikt auswirkt.

Mediation heißt: Verstehen, was hinter dem Konflikt steckt

Foto: Julia Pottien

Während des Mediationsverfahrens wird der Konflikt im Beisein aller Konfliktparteien von allen Seiten betrachtet. Denn häufig steckt viel mehr dahinter, als sich zuerst zeigt.

Und sicher, das ist nicht angenehm. Das ist die Konfliktsituation aber auch nicht. Hier greift die Vertraulichkeit. Nichts von dem, was besprochen wird, dringt nach außen, das ist eine der Grundregeln im Mediationsverfahren und darüber muss Einigkeit bestehen.

Mit dieser Vertraulichkeit und dem Ziel der Beteiligten, den Konflikt in allerseitigem Einverständnis beizulegen, werden alle Punkte angesprochen. Der Weg raus führt durch, diese Volksweisheit gilt auch hier.

Dieses genaue Hinsehen, das Nachfragen, das gegenseitige Zuhören – all das führt dazu, dass die Konfliktparteien die Gedankengänge, Sichtweisen, Beweggründe und Gefühle des jeweils anderen verstehen können. Verstehen im Sinne von Nachvollziehen. Ziel ist es nicht unbedingt, auch Verständnis für den jeweils anderen zu haben. Verstehen reicht vollkommen aus.

Und ja, das kann anstrengend sein. Denn jeder von uns hat eigene Wertvorstellungen, eigene Maßstäbe. Und so geht es in der Mediation häufig auch darum, das Maß etwas zu verändern und die Blickrichtung anzupassen. Immer unter Einhaltung der eigenen Grenzen.

Mediation bedingt Wertschätzung. Die eigene und die des anderen.

Wann kann Konfliktlösung mit Mediation gelingen?

Manchmal ist ein Konflikt Mittel zum Zweck. Da wird gestritten um des Streitens willen, da gibt es beabsichtigte Verletzungen, sogar Falschaussagen, da geht es um Manipulation und um Macht, nur um die eigenen Vorstellungen durchzusetzen. In diesen Fällen ist Mediation sicherlich nicht das richtige Verfahren.

Es gibt aber auch die anderen Konflikte. Die in der Familie oder in der Beziehung, in der Nachbarschaft oder im beruflichen Alltag. Konflikte, die uns beschäftigen, die unseren Tag bestimmen. Konflikte, die gelöst werden wollen, damit das Zusammenleben einfacher und angenehmer wird.

Genau da ist der entscheidende Punkt: Mediation funktioniert nur, wenn die beteiligten Personen oder Parteien an einer Lösung interessiert sind und wenn sie freiwillig an diesem Verfahren teilnehmen, um so einen Weg aus dem Konflikt zu finden.

Damit das gelingt, wird der Konflikt von allen Seiten betrachtet. Denn häufig steckt viel mehr dahinter, als sich zuerst zeigt.

Mediation ist ein

  • unbürokratisches, flexibles Verfahren
  • in der Regel kostengünstiger als ein Gerichtsverfahren
  • selbstbestimmt – die Lösung kommt von den Konfliktparteien
  • deshalb nachhaltig – es ist die eigene Lösung, kein Richter- oder Schiedsspruch
  • damit beziehungserhaltend – es gibt keinen Sieger und keinen Verlierer, sondern eine gleichberechtigte Lösung

Die Lösungen sind individuell und gerne auch mal abseits des vorher von den Konfliktparteien erwarteten Weges.

Voraussetzung für das Gelingen eines Mediationsverfahrens ist die Freiwilligkeit und die Vertraulichkeit. Was während des Verfahrens besprochen wird, dringt nicht nach außen, dazu verpflichten sich alle Beteiligten. Ebenso achte ich während des Verfahrens auf einen fairen und respektvollen Umgang miteinander.

Wichtig ist: Der Mediationsprozess kann jederzeit von jedem der Beteiligten abgebrochen werden.

Mediation = Wollsocken-Gespräche?

Und nun ganz konkret: Ein Mediationsverfahren hat nichts mit entspannten „Wollsockengesprächen“ vor dem Kaminfeuer zu tun. Es ist ein definiertes Verfahren mit genau festgelegtem Ablauf und festen Regeln. Ganz greifbar. Und doch immer wieder anders.

Im ersten Schritt werden gemeinsame Spielregeln festgelegt. Alle Beteiligten dürfen äußern, was ihnen im Verfahren wichtig ist. So weiß jeder, woran er ist und was auf ihn zukommt.

Danach werden die Themen gesammelt, über die gesprochen werden soll. Und es besteht immer auch die Möglichkeit, Themen auszuklammern, die in diesem Verfahren nicht angesprochen werden sollen. Denn auch das ist möglich.

Erst dann wird jedes der vorher bestimmten Themen einzeln behandelt. Was ist passiert, wem ist was dabei wichtig? Hier geht es um die Sichtweisen der Konfliktparteien, um das persönliche Empfinden jedes Einzelnen. In dieser Phase kommt alles auf den Tisch und wird betrachtet.

Erst wenn dieser Punkt wirklich durch ist, können für jedes Thema mögliche Lösungen gefunden werden. Hier greift die Freiwilligkeit: Die Konfliktparteien wollen eine Lösung, an dieser Stelle können sie sie finden, weil die Basis, das gegenseitige Verstehen, da ist.

Ziel ist es, alle Themen zu bearbeiten und eine Einigung zu finden, die ich dann schriftlich zusammenfasse.

Als Mediatorin strukturiere und begleite ich diesen Prozess. Keinesfalls darf ich eine rechtliche Beurteilung der von den Konfliktparteien getroffenen Vereinbarung vornehmen, diese Aufgabe liegt allein bei den Anwälten.

Je nach Wunsch, Konstellation und Thema führe ich die Mediation allein oder in Co-Mediation mit einer weiteren Mediatorin beziehungsweise einem weiteren Mediator durch.

Meine Aufgabe als Konfliktberaterin und Mediatorin

In der Konfliktberatung

  • bin ich Ihr vertrauenswürdiger Ansprechpartner
  • sortiere ich mit Ihnen Ihre Gedanken zu der Situation
  • verhelfe ich Ihnen zu dem gedanklichen Abstand, der Klarheit zulässt
  • gebe ich Ihnen den Raum, in Lösungen zu denken
  • sorge ich für die Struktur, die all dies erst möglich macht

Im Mediationsverfahren

  • bin ich allparteilich und neutral gegenüber den Personen und dem Thema
  • bin ich verantwortlich für die Struktur des Verfahrens, nicht jedoch für die Lösung, denn die liegt einzig bei den Medianten
  • achte ich auf eine gerechte Verteilung der Redeanteile und auf die Einhaltung der vorab vereinbarten Gesprächsregeln
  • fasse ich zum Abschluss die gefundene Lösung zusammen

Ich bin zertifizierte Mediatorin nach der Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung (ZMediatAusbV). Dies ist die Grundlage meiner Tätigkeit.

Für Sie viel wichtiger, finde ich, ist jedoch der Nasenfaktor. Denn Sie müssen mir vertrauen können, damit die Mediation gelingen kann. In einem unverbindlichen Erstgespräch können wir herausfinden, ob wir uns dieses Vertrauen geben können.

Kontakt – der erste Schritt

Wenn Sie sich vorstellen können, dass ich Sie bei der Lösung Ihres Konfliktes unterstützen kann, dann sprechen Sie mich an. Ich bin gerne für Sie da.

Karin Dippel
Kreideweg 10
32130 Enger

05224 / 910 384
info@mediation-dippel.de

Mediation Bielefeld, Konfliktberatung: Karin Dippel, Mediatorin

Foto: Uli Funke

Mitglied in der Deutschen Stiftung Mediation, https://stiftung-mediation.de/